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Was bin ich nun ...

Was bin ich nun?

 

 

 

Mehr denn je stell ich mir die Frage „Was bin ich nun?“

 

Bin ich Mutter oder Krankenschwester, eine schwierige Angehörige oder eine psychiatrische Patientin?

 

Was bin ich nun?

 

Wie nennen wir Frauen, die nicht mehr schwanger sind aber dennoch kein Baby an ihrer Brust tragen? Verdiene ich den Titel MUTTER, wenn ich meinen Säugling der nicht saugt jede Nacht alleine lasse, fremden Händen und blauen Schürzen überlasse?

 

 

 

Was bin ich nun?

 

Einsam bin ich. In meinem leeren, viel zu weichen Körper, mit dieser unerträglichen Stille in meinem Bauch. Einsam unter all den lieben Menschen mit all dem Trost und all der Hilfe. Einsam.

 

Traurig bin ich. Dass ich dich nicht halten kann. Dass fremde Hände hilfreicher sein sollen als meine. Traurig über einen Sommer, der für mich nicht stattfindet, traurig über unsere Familie, die so zerrissen wird.

 

Verzweifelt bin ich. Wenn ich mich in den Tälern der Angst verirre, in den Sog von Panik gerate oder in den Sümpfen der gemischten Gefühle unterzugehen drohe.

 

Eine einsame, traurige und verzweifelte MAMA.

 

 

 

Aber ich BIN Mama. Und als Mama bin ich auch voll Zuversicht, im tiefen Glauben an deine Kraft, voll Vertrauen ins Leben und darin, dass es dieses Leben letztendlich gut mit uns meint.

 

Voll Hoffnung, erfüllt mit Liebe.

 

Meiner Liebe zu dir, kleiner Theo.

 

Deine Mama